Packende Zweikämpfe um die Spitze
und ein echtes Herzschlagfinale im letzten Rennen der Saison,
das war die Bilanz der Superbike-WM 2004. Kaum weniger spannend
ging es in der Supersport-WM zur Sache. Ein wichtiger Grund
hierfür war die Entscheidung des WM-Veranstalters FG Sports
Pirelli mit der Lieferung von einheitlichen Reifen für beide
Rennserien zu beauftragen. Damit kam die Leistung von Fahrern
und Maschinen wieder stärker zum tragen, denn nun konnten alle
Fahrer aus dem gleichen Kontingent von Reifenvarianten ihre
Favoriten auswählen. Die Zeiten spezieller Mischungen und
Reifen-Prototypen für einzelne Teams war mit der Entscheidung
für Pirelli als Lieferant für das gesamte Starterfeld vorbei.
Wie die Ergebnisse zeigen, ein großes Plus für den Sport und
gleichermaßen ein Gewinn für die Fans wie für die Fahrer und
Teams.
Nach der Entscheidung, die Superbike- und
Supersport-WM-Teams ab der Saison 2004 exklusiv mit Reifen zu
versorgen, stand Pirelli vor einer großen logistischen
Herausforderung. In sehr kurzer Zeit mussten die Kapazitäten
für die stetige Produktion einer großen Menge an Rennreifen
geschaffen werden. Pirelli hat diese Herausforderung gemeistert:
Zu jedem Rennen liefert der italienische Sportreifen-Spezialist
nun rund 6.000 verschiedene Reifen und bietet einen umfassenden
technischen Service für alle Rennteams.
Für die zweite Saison als Serienausrüster
der Superbike- und Supersport-WM hat sich Pirelli viel
vorgenommen: So wurden eine Reihe von Testteams mit Motorrädern
aller Hersteller benannt. Mit den Erfahrungen aus 2004 und den
Erkenntnissen aus den Testevents in 2005 werden die Reifen
kontinuierlich weiterentwickelt. Ziel ist es, für jedes Rennen
mindestens drei Vorderreifen und einen Hinterreifen bereit zu
stellen, der die bestmögliche Performance aller Fahrer auf der
jeweiligen Strecke ermöglicht. Schon bei den ersten beiden
Rennen der Saison 2005 in Katar und Australien sowie den ersten
Reifen-Testfahrten in Valencia zeigte sich, dass die hoch
gesteckten Erwartungen für die Saison 2005 nicht unrealistisch
sind: So trennten die führenden Teams in beiden Rennklassen
jeweils nur minimale Zeitunterschiede, die Leistungsdichte an
der Spitze hat gegenüber 2004 eher noch zugenommen.
Natürlich sammelt Pirelli bei der
Optimierung der Pneus für die WM-Piloten auch wichtige
Erkenntnisse für die Serienproduktion: Erste Ergebnisse der
Übertragung von Rennsport-Technologie auf für jedermann
käufliche Motorradreifen sind der neue Rennslick im
16,5-Zoll-Format und der Dragon Supercorsa PRO. Hierbei handelt
es sich um einen brandneuen Reifen für den seriennahen
Rennsport und für Hobby-Racer, der mit den gesammelten
Erfahrungen der Piloten in der Supersport-WM entwickelt wurde.
Getreu dem Motto „We Sell What We Race, We Race What We
Sell" bekommen die Pirelli-Kunden bei ihrem
Reifenhändler mit dem Dragon Supercorsa PRO absolut
wettbewerbsfähiges Material auf gleichem Niveau wie das der
Profifahrer aus der Supersport-WM.