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Pressemeldungen
Juni 2005
"Jan-Wellem-Pokal"
24. bis 26. Juni 2005
Furchtlose Reiter und
wagemutige "Schmiermaxe"
Sie gehören
zum 23. Internationalen Oldtimer Festival wie das
Altbier zu Düsseldorf: Als einzige Veranstaltung ihrer Art in
Europa
bietet das auch unter dem Namen „Jan-Wellem-Pokal"
bekannte Rennwochenende (24. bis 26. Juni 2005) nicht nur
klassischen Automobilen, sondern auch historischen Motorrädern
und Gespannen eine sportliche Heimat. Für viele Zuschauer
zählen die Läufe zur Deutschen Historischen Motorrad- und zur
Deutschen Historischen Gespann-Meisterschaft mit ihren riesigen
Starterfeldern sowie den wagemutigen Piloten und Beifahrern auf
ihren einzigartigen zwei- und dreirädrigen Raritäten auch in
diesem Jahr wieder zu den absoluten Hauptattraktionen.
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Sie
dürfen einfach nicht fehlen: Ganz gleich ob ein, zwei oder vier
Zylinder – historische Motorräder und Gespanne üben auf die
Besucher des Internationalen Oldtimer Festivals auf dem
Nürburgring alljährlich eine ganz besondere Faszination aus.
Allein die Soundkulisse dieser Young- und Oldtimer auf zwei
Rädern verursacht bei den Fans Gänsehaut. Und wenn die prall
gefüllten Starterfelder erst einmal losstürmen, dann
garantieren sie allerfeinsten Motorsport. „Wir freuen uns
sehr, dass in diesem Jahr wieder zahllose Teilnehmer mit ihren
wunderschönen Maschinen unserer Einladung zum 23.
Internationalen Oldtimer Festival gefolgt sind", erklärt
Ingo Brenzinger, Rennleiter der Motorrad-Serien. „Umso mehr,
da wir uns vom veranstaltenden Düsseldorfer Automobil- und
Motorsport-Club 1905 e.V. seit jeher dem Motorradsport ganz
besonders verpflichtet fühlen. Immerhin zählten zum Beispiel
die DAMC-Mitglieder Jupp Müller, Itz Rosenbaum und Ralph Roese
Anfang des vergangenen Jahrhunderts zur allerersten Garde der
deutschen Motorradfahrer."
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Von der Handschaltung bis zur Desmodromik
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Eben
jene Zeit lassen die ältesten Maschinen wieder aufleben, die
beim Oldtimer Festival an den Start gehen: Die Vorkriegsmodelle
verfügen zum Teil noch über Handschaltung und manuelle
Zündverstellung. Klangvolle Namen wie DKW, Triumph, Velocette,
Horex, Norton, BSA und NSU dominierten bis in die Nachkriegszeit
hinein auf den Rennstrecken dieser Welt. Und wer weiß heute
schon noch, dass BMW seine ersten Siegeslorbeeren bereits 1925
auf Motorrädern wie der legendären R 32 einfuhr – lange
bevor die Bayerischen Motoren Werke die Produktion von
Automobilen aufnahmen.
„In den 50er Jahren schickten sich dann die Italiener an, die
deutsch-britische Vorherrschaft im Motorradsport zu
durchbrechen", so Brenzinger. „Vor allem die
verschiedenen, auch beim Internationalen Oldtimer Festival stets
zahlreich vertretenen Ducati-Modelle mit ihren legendären ‚Desmo‘-Motoren
sorgten immer wieder für Furore." Die
Desmodromik-Technologie mit direkt über die Nockenwellen
zwangsgesteuerten Ventilen ermöglichte bis dahin nicht gekannte
Drehzahlen bei gleichzeitig enormer Standfestigkeit. Die
jüngeren Maschinen in der Deutschen Historischen
Motorradmeisterschaft stammen zumeist aus Fernost. „In den
späten 60er machten die japanischen Hersteller den Europäer
immer stärker Konkurrenz", weiß Brenzinger. „Mit
leichten, aber leistungsstarken Zweitaktern übernahmen Yamaha,
Honda, Kawasaki und Suzuki in den 70ern die Führung im Grand
Prix-Sport, die sie bis heute behaupten."
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Wenig
überraschend, dass die technologische Entwicklung bei den
Gespannen in weiten Teilen parallel zu der bei den Zweirädern
verlief: In den 20er und 30er Jahren vertrauten die meisten
Piloten auf Motoren von Zündapp und BMW. In der Nachkriegszeit
kamen dann vor allem Norton-Triebwerke zum Einsatz, bevor die
Gespannhersteller wie Muthig, Kurth oder Busch ab 1954
verstärkt auf BMW-Technik zurückgriffen. Die Bayern schienen
in den folgenden zwei Jahrzehnten auf den WM-Titel programmiert.
Erst Mitte der 70er Jahre lösten Zweitakter von Yamaha den
bayerischen Boxer als Dauersieger ab. Jedoch setzte sich Ende
der 80er Jahre wieder der Viertakter durch. Als besonders
beliebt erwies sich dabei der 1100er-Suzuki-Motor.
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Atemberaubende Hängepartien
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Doch
unabhängig davon, aus welchen Epochen die Gespanne auch kommen
– alle bieten den Zuschauern beim 23. Int. Oldtimer Festival
Nürburgring spektakulären Sport: Die ins Akrobatische
reichenden Aktionen, die der auch „Schmiermaxe" genannte
Beifahrer bei voller Fahrt im Seitenwagen aufführt, verschlagen
selbst eingefleischten Fans immer wieder den Atem. Denn
bisweilen lehnt sich der zweite Mann im Beiboot zugunsten einer
optimalen Gewichtsverteilung im wahrsten Sinne des Wortes derart
weit über den Abgrund, dass er in manchen Kurven mit dem Helm
oder Teilen der Lederkombi Kontakt zum Asphalt aufnimmt. Und wer
meint, derartige Kunststücke kämen eher selten vor, der irrt:
Zwar starten die Motorrad- und Gespannfahrer auf dem
Nürburgring zu so genannten Gleichmäßigkeitsfahrten, bei
denen es nicht zwingend auf die Schnelligkeit, sondern auf die
geringste Abweichung zwischen den einzelnen Runden ankommt. „Doch
am gleichmäßigsten, das wissen alle Motorsportler, fährt es
sich nun einmal am Limit", verrät Brenzinger vielsagend...
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Oldtimer-Festival
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