Szenen-News März 2006

MOGO auf dem Säntisgipfel
14. Mai 2006

Vor wenigen Jahren noch hat der ref. Pfarrer Harald Greve 
seinen weitum bekannten Gottesdienst für MotorradfahrerInnen 
(in der Schweiz "TöfffahrerInnen") in Romanshorn abgehalten. 
Termin war immer der zweite Maisonntag. Zuletzt kamen zu diesem 
Anlass 8000 BesucherInnen in den beschaulichen Ort 
am Bodensee auf etwa 6000 Motorrädern.




Diakon und Biker Eck Hörhager

Pfarrer Greve und sein HelferInnenteam mussten schweren Herzens diesen Anlass einstellen. „Zu gross und zu aufwendig, zu viel Stress für’s Dorf Romanshorn, nicht mehr zu bewältigen usw.", hiess es damals. „Sauriers" sind offenbar zum Aussterben verurteilt. Nun wird in der Nordostschweiz ein Neubeginn versucht. 

Zusammen mit der Säntis - Schwebebahn AG lädt Diakon Eck Hörhager, selbst seit 41 Jahren im Sattel aller möglichen Motorräder unterwegs, wiederum am zweiten Maisonntag (14. Mai) zum „Töffgottesdienst" ein. „Ich möchte das Evangelium zu den Menschen bringen und nicht mehr in der Kirche warten, bis keiner kommt!" begründet Diakon Hörhager, von seinen KameradInnen „Töffpfaff" genannt, sein Engagement. Die besondere Note dieses Anlasses ist, dass der Gottesdienst auf 2 502 Metern Höhe stattfindet und zwar auf dem Gipfel des Säntis. In der Licht durchfluteten Panoramahalle, die bis zu 500 Menschen fasst und einen eindrücklichen Rundblick auf die Gebirgslandschaft ermöglicht, wird ab 14.30 Uhr gebetet und gesungen, begleitet von der Rockband CEM. Die Motorräder werden derweil auf der Schwägalp in Reih und Glied parkiert. Zum Gipfel schwebt man mit der berühmten Säntis - Schwebebahn, die mit Hilfe von nur zwei Stützen in acht Minuten 1 150 Höhenmeter überwindet. Natürlich werden die TöfffahrerInnen an diesem besonderen Tag zum Sondertarif befördert. Statt für 36 Franken wird man für 23 Franken (15,40 Euro) hin – und zurücktransportiert. Halbtaxfahrer, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre zahlen 15 Franken (10 Euro). Will man einen Sitzplatz beim Gottesdienst sicher haben, sollte man spätestens um 14.00 Uhr die Bergfahrt antreten. Noch weniger Stress entsteht, wenn man schon um halb zwölf Uhr auf den Gipfel schwebt, um dort im gemütlichen Restaurant zu Mittag zu essen. Bei Schlechtwetter ist es auch o.k., wenn die MotorradfahrerInnen für einmal auf vier Rädern zur Schwägalp kommen. Nach Vorweisen des Fahrzeugausweises des persönlichen Motorrads werden die Billettermässigungen gewährt. Wer Gott also für einmal 2 502 Meter näher sein will, wer sich diese kleine spirituelle Auszeit gönnen möchte, der möge sich diesen Termin rot im Fahrtenbuch anstreichen. 


Infos unter Tel.0041 (0)71 3656565 oder 
www.toeffpfaff.ch.vu


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