|
Szenen-News
Oktober 2007
|
|
Motorradfahren wird bunter und rutschiger:
Goldener Oktober auf zwei Rädern
Nach einem langen
verregneten Sommer versöhnt der
Oktober mit sonnigen Tagen. Zeit, sich mit dem Motorrad noch
einmal auf den Weg zu machen, um die Faszination Zweirad in
bunter Landschaft und klarer Luft hautnah zu genießen. Das
Institut für Zweiradsicherheit (ifz) gibt Tipps, worauf bei
herbstlichen
Touren im "Goldenen Oktober" zu achten ist.
|
|

Achtung nicht nur bei Nässe
Lebensgefahr!
Zum Beispiel hier bei der Ortseinfahrt Herbsen in Nordhessen |
|
Auf
hohe Temperaturschwankungen von bis zu 20 Grad Celsius müssen sich
diejenigen einstellen, die eine Tages- oder Wochenendtour planen.
Nachts fällt das Thermometer bis zum Gefrierpunkt, am frühen
Nachmittag kann es bis auf 20 Grad klettern. Hier gilt es, die
richtige Bekleidung zu wählen, denn in den Morgen- und
Abendstunden wird es empfindlich kalt, während es tagsüber beinahe
sommerlich zugehen kann.
Funktionsbekleidung mit herausnehmbarem Thermofutter kann bei
diesen Witterungsverhältnissen ebenso hilfreich sein wie über dem
Motorradanzug getragene Thermobekleidung. Beide Varianten lassen
sich unterwegs bei einem Tank- oder Raststopp schnell an- oder
ausziehen.
Auch auf die Tücken der tief stehenden Sonne muss man sich im
Herbst einstellen. Die Blendgefahr wird größer, andere
Verkehrsteilnehmer können nicht mehr richtig wahrgenommen werden,
was natürlich auch umgekehrt gilt – Motorradfahrer werden aufgrund
ihrer schmalen Silhouette und verstärkt durch die tief stehende
Sonne noch leichter übersehen. Beinahe unsichtbar werden alle
Verkehrsteilnehmer, wenn die Sonne einmal nicht scheint und
plötzlich auftretende Nebelbänke die Sicht behindern.
|
|

Laub und Gegenlicht erfordern
Aufmerksamkeit!
|
|
So
gilt im Herbst eine besonders vorausschauende Fahrweise, denn
nicht nur die Licht- und Sichtverhältnisse sind unter Umständen
eingeschränkt, auch die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche
birgt ihre Tücken. Raureif am Morgen, Feuchtigkeit am Abend,
nasses Laub und in ländlichen Gegenden verschmutzte Straßen durch
Ernteverkehr machen die Fahrbahn rutschig. „Extreme Schräglagen,
starkes Beschleunigen und hartes Bremsen gehören deshalb nur
bedingt in die bunte Jahreszeit“ so ifz-Leiter Dr.-Ing. Achim
Kuschefski.
Dem Motorrad oder dem Motorroller sollte im Herbst noch einmal ein
aufmerksamerer Blick gegönnt werden, denn Lichtanlage, Blinker und
Bremsen müssen tadellos funktionieren. Wer keine ausgekühlten
Fingerspitzen mag, kann an seiner Maschine Heizgriffe
installieren, für empfindliche Sitzmuskulatur bietet der
Fachhandel beheizbare Matten an, die über die Sitzbank gezogen
werden können.
Alles in allem bietet der Herbst einen attraktiven Rahmen, das
motorisierte Zweirad vor der Winterpause noch einmal genussvoll
auszufahren. „Aber nur mit der gebotenen Vorsicht, immer einem
vorausschauenden Blick und der nötigen Selbsteinschätzung wird die
Fahrt durch die klare Herbstluft zu einem ganz besonderen
Zweiradvergnügen.“, so die Experten vom ifz. |
|
Tipps, Broschüren und Informationen für Motorrad- und Rollerfahrer
unter
www.ifz.de
Anfragen zum Thema oder zu Aspekten der
Zweiradsicherheit unter
0201/8353-90. |
|