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Steffen
Milz, Titelverteidiger im Int. ADAC MSG Motorboot Cup, ist fremd
gegangen. Statt in seinen Katamaran mit
40-PS-Serien-Tohatsu-Außenbordmotor schwang sich der Baden-Württemberger
aus Ketsch jetzt hinter den ehemaligen Motorrad-Grand-Prix-Fahrer Stefan Prein auf den Sitz einer Kawasaki ZX-10R, die 188 PS leistet. Milz hatte
die Fahrt über zwei Runden während Finale der Internationalen Deutschen
Motorradmeisterschaft geschenkt bekommen und erlebte damit ein volles
Programm. Prein, WM-Dritter 1990, drehte mit seinem Gast im Rücken auf
dem Hockenheimring ordentlich am Gashahn: Mit 250 km/h über die Start-
und Ziellinie, hartes Anbremsmanöver vor der Parabolica-Kurve. Kommentar
Milz: „Das war eine brutale Beschleunigung und eine extreme Kurvenlage.
Und ich war überrascht vom Kraftaufwand, den ich allein als Sozius
brauchte, um mich beim Bremsen abzustützen. Zweimal bin ich fast vom
Sitz abgehoben. Aber es war einfach super.“ Stefan Prein zollte
seinerseits Respekt vor den Motorbootfahrern: „Mit 110 km/h übers Wasser
zu fliegen, ist auch nicht ohne und mit Sicherheit genauso hart.“
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