Mobilität und Umwelt


Erste E.ON E-Bike-Rallye am Edersee
13. Juli 2009

Strom und Spannung

Es gibt Ereignisse, die gehen bereits im Moment des Geschehens in die
Geschichte ein. Zum Beispiel der zweite Platz von Thomas Schönfelder beim
weltweit ersten Straßenrennen  für Elektro-Motorräder in Juni 2009 auf der
legendären Isle of Man. Auch die "Ersten E.ON E-Bike-Rallye" am 13. Juli 2009
am Edersee wird als Meilenstein in die Historie der Elektromobilität eingehen.

Text: Wolfgang Fromm
Fotos: Wolfgang Fromm, Winni Scheibe, Edersee-Touristik



XXL-Racing-Team bei der E-Bike-Rallye unterhalb der Sperrmauer vom Edersee
Thomas Schuricht, Marko Werner, Thomas Schönfelder


Noch nie wurde das Thema Mobilität und Umwelt so hitzig diskutiert wie in den vergangenen Monaten. Auch kein Wunder. Hohe Benzinpreise, dazu die Finanz- und Wirtschaftskrise seit September 2008 verunsichern und nerven die Verbraucher. Landauf, landab stöhnt die Fahrzeugindustrie über Absatzschwierigkeiten. Die Politik greift zu noch nie da gewesenen Mitteln, hilft mit einer fragwürdigen  Abwrackprämie, fordert aber gleichzeitig von den Herstellern innovative Konzepte. Es muss etwas Passiere, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Möglichst schnell, am besten schon Gestern. Fast könnte man meinen, die Problematik sei eben vom Himmel gefallen. Auf die Idee kommen und einfach in den Laden marschieren und sich ein Elektro-Auto kaufe, Fehlanzeige. Es gibt überhaupt noch keine. Auch die Hoffnung oder der Glaube, führende Unternehmen hätten zukunftsweisende Strategien fix und fertig in der Schublade liegen erweist sich als falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Händeringend fordern die Firmenbosse in Millionen Höhe staatliche Unterstützung für die Erforschung und Entwicklung alternativer Technologien.



Elektro-Scooter Vectrix VX-1
Fahrbericht


Anders sieht es dagegen bei kleinen Manufakturen aus. Vectrix, eine US-amerikanische Firma mit Produktionsstätte in Polen,  baut ausgewachsene Elektro-Roller, 27 PS stark und 100 Stundenkilometer schnell. Der Stromer ist seit Mitte 2008 auf dem Markt und wurde in einem Fahrbericht bei uns vorgestellt. Autor Winni Scheibe ließ sich nicht nur von dem E-Stromer überzeugen, für ihn stand auch sofort fest, so sieht die Zukunft aus. Mobilität emissionsfrei, der "Sprit" kommt aus der Steckdose. Doch Strom ist nicht gleich Strom und wenn schon umweltfreundlich Energieversorgung, dann bitte schön aus natürlichen Ressourcen, allen vorweg der Wasserkraft.
Ein Paradebeispiel hier für ist der Edersee im Ferienland Waldeck. Ursprünglich wurde der 27 km lange und rund 200-Mio
-m³ fassenden Stausee für die Wasserregulierung der Weserschifffahrt und für den Mittellandkanal in den Jahre von 1908 bis 1914 erbaut. Aber auch an eine Stromerzeugung dachte man schon damals. Bereits ein Jahr nach Fertigstellung der gewaltigen 47 Meter hohen und 400 Meter langen Sperrmauer konnten 1915 sechs Turbinen des Stromkraftwerkes "Hemfurth I" in Betrieb genommen werden. Im damaligen Kaiserreich waren die Kraftwerkbetreiber der Zeit jedoch weit voraus. Es gab weder ein flächendeckendes Stromnetz, noch wollten Hausbesitzer, Handwerker und Industrien etwas von dieser neumodernen Kraftquelle wissen. Das Zeitalter der Elektrifizierung sollte erst noch kommen.



Die Edersee-Sperrmauer ist längst zum Touristenmagnet im Ferienland Waldeck geworden
(Foto:Edersee-Touristik)


Die Zukunft der elektrischen Mobilität steht (noch) bei der Stunde Null!

 

Seine Idee für ein Elektro-Mobil Event am Edersee diskutierte Winni Scheibe mit E.ON Representant in Berlin Andreas Kimmel. Wenig später saßen die beiden bei

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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